Kriessern deklassiert die Lions

(dip) Die RS Kriessern macht einen ersten Schritt zur Titelverteidigung in der Winforce Premium League und sie tut dies vor 1200 Zuschauern gegen ersatzgeschwächte RCW Lions auf eindrückliche Weise. Gleich mit 24:12 werden die Innerschweizer deklassiert.

Die Kriessner nutzten die ihnen gebotenen Chancen rigoros aus und sorgten damit dafür, dass die Ringerparty so richtig abging. Gewonnen ist mit dem klaren Sieg allerdings noch nichts und das wissen auch die Lions. Sie können am nächsten Samstag im Heimkampf für eine Verlängerung der Finalserie sorgen.

Starker Start
Wie schon im ersten Halbfinal starteten die Kriessner stark. Urs Wild hatte Timon Zeder bis 57kg Freistil jederzeit im Griff. Obwohl er gegen den sehr defensiven Zeder Geduld brauchte, holte er den Gelb-Schwarzen mit einem 6:0 die ersten 3 Mannschaftspunkte.
Bis 130kg Greco ging Ramon Betschart gegen Dominik Bossert als Favorit in den Kampf. Er wurde dieser Rolle auch vollauf gerecht, doch Betschart liess sich gleich zu Beginn erwischen und musste seinem Gegner beim 18:2 einen Mannschaftszähler zugestehen. Für einmal sollte sich die Unachtsamkeit aber nicht rächen.
Das Duell der zwei Osteuropäischen Verstärkungen Gabor Molnar und Dimitar Sandov bis 61kg Greco ging an den Nachwuchsmann Sandov. Der Walliser Leihringer war stehts in Vorwärtsbewegung und drängte damit Molnar immer wieder in die Defensive. Konnte der Kriessner zu Beginn noch gut dagegenhalten, gewann der Willisauer im zweiten Abschnitt deutlicher die Oberhand bis zum 2:5 Schlussresultat.
Ein Schatten seiner selbst war an diesem sonst so erfreulichen Abend Philipp Hutter. Er zeigte bis 97kg Freistil vor Stefan Reichmuth übergrossen Respekt und wurde dafür vom Kampfgericht nach 3 Verwarnungen wegen Mattenflucht disqualifiziert. Doch trotz dieser zwei Niederlagen in Folge liessen sich die Kriessner nicht verunsichern.
Dominik Laritz sorgte bis 65kg Freistil dafür, dass das Publikum gutgelaunt in die Pause entlassen wurde. Mansur Mavlaev hatten den Angriffen des Kriessners nichts entgegen zu setzen und musste im zweiten Umgang beim 15:0 die Überlegenheit anerkennen. Neben den 4 Mannschaftszählern wurde Laritz dafür vom Liga Sponsor Winforce als bester Ringer des Abends ausgezeichnet.

Hungerbühler sorgt für emotionales Ende
Fabio Dietsche versuchte bis 86kg Greco alles, um den bislang ungeschlagenen Jonas Bossert zum Erfolg zu kommen. Bossert zeigte aber, wieso er eine solche Erfolgsbilanz aufweist. Er hielt den Druck stehts hoch und verhinderte damit, dass Dietsche seine Stärken am Boden ausspielen konnte. Am Ende ging der intensive Kampf mit 0:4 an den Löwen.
Mike Burkart musste bis 70kg Greco der verletzten Michael Portmann vertreten, doch gegen Sergiy Sirenko stand der Ersatzmann auf verlorenem Posten. Dank Sirenkos klarem 15:0 Siegs kamen weitere 4 Zähler auf das Kriessner Konto.
Auch Tobias Betschart zeigte eine sehr konzentrierte Leistung. Bis 79kg Freistil liess er Mirco Studer nie in den Kampf kommen und punktete stattdessen dank cleverer Taktik bis zum 7:0 Endstand.
Beim Duell der beiden Kaderathleten Marc Dietsche und Tobias Portmann bis 74kg musste ein knapper Ausgang erwartet werden, doch Dietsche erwischte nicht seinen besten Tag. Nachdem er bei einem Konter 4 Zähler abgeben musste und eine Schulterniederlage nur in extremis vermeiden konnte, verlor der Kriessner den Faden und den Kampf mit 3:10.
Im letzten Duell des Abends, der Kampf war schon zu Gunsten der Gastgeber entschieden, traten David Hungerbühler und Andreas Vetsch auf die Matte. Vetsch machte eigentlich alles richtig und ging auch 0:5 in Führung, doch wer Hungerbühler kennt, weiss, dass er immer für eine Überraschung gut ist. Diese kam mit einem unwiderstehlichen Hüfter, der mit einem Schultersieg und einem Aufschrei des Kriessner Anhangs endete. Nun geht es am nächsten Samstag nach Wililsau, wo die Kriessner den Sack zumachen und für ein frühzeitiges Saisonende sorgen wollen. Wer mit dabei sein will, meldet sich bei sponsoring@rsk oder telefonisch bei Franziska Dietsche 071/755 77 90 oder 078/805 22 24.

Wettkampfprotokoll

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