RS Kriessern - RR Schattdorf 20:18

Glücklicher Kriessner Sieg

Beim Hutter Premium League Kampf zwischen der RS Kriessern und der RR Schattdorf gab für einmal nicht nur die Leistung der Ringer zu reden, sondern auch jene des Kampfrichters. Die Urner fühlten sich am Ende um einen Punkt betrogen und der Gastgeber freute sich nur verhalten über den 20:18 Sieg.

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Der Ärger der Innerschweizer war verständlich und auch die Kriessner hätten sich wohl nach dem Kampfverlauf nicht über ein Unentschieden beklagt. Obwohl auch sie einige Male Grund zum Protest hatten, war es eine Entscheidung im letzten Kampf, die für hitzige Gemüter beim Gast sorgte. Doch alles der Reihe nach.

Arg in Rücklage

Die Kriessner starteten äusserst schlecht in die Partie. Guillermo Figueroa kämpfte zwar bis 57kg Freistil mit viel Engagement und auf Angriff, was ihm eine zwischenzeitliche 2:0 Führung einbrachte, doch Stephan Imholz nutzte die Bodenschwäche des Kriessner rigoros zu einem Schultersieg. Auch Andreas Brandenberger ereilte dieses Schicksal. Bis 120kg Greco hatte er Michi Jauch nichts entgegen zu setzen und verlor noch vor Ablauf des ersten Abschnitts auf die Schultern. Der Kampf zwischen Christoph Wittenwiler und Sven Gamma bis 61kg Greco sollte symptomatisch für die ganze Begegnung werden. Lange lang der Kriessner gegen den kampfstarken Gamma zurück, doch Wittenwiler gab nie auf und zwang das Glück mit viel Einsatz auf seine Seite. Am Ende zeigte die Anzeigetafel einen 10:7 Sieg für die Kriessner. Jürg Hutter war dann bis 97kg Freistil für den vermeintlichen Wendepunkt in der Begegnung verantwortlich. Er beherrschte Elias Kempf klar und ging mit 14:0 in Führung. Mit dem Überlegenheitssieg vor Augen liess wohl die Konzentration des Kriessners etwas nach, was Kempf zu den ersten Punkten nutzte und hätte er sich etwas geschickter angestellt, wäre ihm gar ein Schultersieg gelungen. So rettete Hutter wenigstens einen 14:4 Punktesieg über die Zeit. Wenig konstruktives brachte bis 65kg Gagik Ghazaryan zustande. Simon Gehrig war in allen Belangen besser, doch er schaffte es nicht, den Kampf ohne Punkteverlust ins Trockene zu bringen. Das 6:22 sah zwar toll aus, sollte sich aber am Ende noch rächen. Das Pausenresultat von 6:14 war so gar nicht nach dem Geschmack des Kriessner Anhangs und so erhoffte man sich Besserung im zweiten Umgang.

Aufholjagt

Mirco Hutter konnte diese Hoffnung bis 86kg nicht erfüllen. Er kämpfte gegen Ruedi Appert zwar mit viel Einsatz, doch Schattdorfs Verstärkung liess kaum etwas zu. Immerhin schaffte es Hutter, Appert beim 2:9 einen Mannschaftszähler abzunehmen. Damit fehlten den Gästen noch 2 Punkte zur definitiven Siegsicherung. Doch zur Freude der Kriessner drehte das Momentum mit dem Auftritt von David Hungerbühler bis 70kg Greco gegen Nicolas Christen. Hungerbühler kämpfte taktisch klug und suchte für einmal nicht auf Teufel komm raus die Offensive. Dies brachte ihm gegen den Schattdorfer Leader einen 6:2 Punktesieg ein. Ganz stark der Auftritt von Tobias Betschart gegen Heinz Zberg. Bis 80kg Freistil blockte er die wenigen Angriffe von Zberg erfolgreich ab und kam seinerseits mit einigen schönen Beinangriffen ans Ziel. Er gewann mit 7:0 und brachte die Hoffnung in die Mehrzweckhalle zurück. Keine Probleme hatte Steven Graf gegen Pascal Gisler. Er gewann mit technischer Überlegenheit 16:0, was gleichzeitig der Startschuss für einen turbulenten Abschluss war. Fabio Dietsche musste zu Null und mit mindestens 5 Punkten gewinnen, wenn er den Kriessnern doch noch zum Sieg verhelfen wollte. Mateo Dodo erwies sich zwar als unbequemer und aufsässiger Gegner, doch Dietsche machte bis zu der am Ende viel diskutierten Szene alles richtig. Doch beim Stand von 12:0 kam der Kriessner in der Zone in Bedrängnis und sowohl die Kriessner und vor allem die Schattdorfer dachten, dass die Punkte an Blau gehen würden. Doch der Kampfrichter entschied anders und nach dem 14:0 machte Dietsche den Sack noch ganz zu und entschied die Begegnung mit technischer Überlegenheit für sich und den Kampf für die Kriessner.

RS Kriessern - RR Schattdorf 20:18
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