Saisonstart gelungen

(dip) Nach einem etwas harzigen Start entscheidet die RS Kriessern den ersten Saisonkampf im urnerischen Schattdorf für sich. Der Titelverteidiger setzt sich am Ende deutlich mit 13:23 Punkten durch.

Wie immer vor dem ersten Kampf einer neuen Saison war man hüben wir drüben nervös, weil man weder den Gegner noch sich selbst richtig einschätzen konnte und man gern mit einem Sieg die neue Meisterschaft richtig lancieren wollte. Auch deshalb traten sowohl die Schattdorfer als auch die Kriessner mit allen Neuverpflichtungen zum Kampf an.

Mässiger Start
Bei den Sprintern hätte man gesagt, dass die Kriessner nicht so recht aus den Startblöcken gekommen sind. 3 der ersten 4 Kämpfe gingen an den Gastgeber und liessen diesen von einer Überraschung träumen, doch es sollten, trotz vieler knapper Entscheidungen, die einzigen Erfolgserlebnisse für die Urner bleiben.
Urs Wild und Thomas Epp eröffneten die Saison mit dem Kampf bis 57kg Freistil und dabei trafen «aufstrebende Nachwuchshoffnung» und «erfahrener Routinier» aufeinander. Die Routine des Kriessners setzte sich letztendlich sicher mit 6:11 Punkten durch.
Wie im Vorfeld schon angetönt, sind die Schweren der Kriessner nicht wirklich schwer und so hatte Damian Dietsche bis 130kg Greco gegen Michi Jauch ein ordentliches Gewichtshandicap zu tragen. Dietsche zeigte sich zwar aktiv, doch Zählbares schaute dabei nicht heraus und Jauch nutzte die Vorteile in einem ereignisarmen Kampf zu einem 4:0 Punktesieg.
Deutlich lebhafter ging es bis 61kg Greco zwischen Sven Gamma und Christoph Wittenwiler zu und her. Die beiden Akteure boten ihren Anhängern einige tolle Aktionen und liessen gleichzeitig ihre Trainer sich das eine oder andere Mal die Haare raufen. Nach intensiven 6 Minuten setzte sich Gamma mit 14:8 Zählern durch.
Als dann bis 97kg Freistil Noel Hutter bei seinem Premium League Debut gegen Elias Kempf mit 8:1 den Kürzeren zog, konnte man bei den Rheintalern von einem veritablen Fehlstart sprechen.
Doch das Team von Coach Hugo Dietsche liess sich davon nicht aus der Ruhe bringen und schon Dominik Laritz setzte bis 65kg Freistil ein erstes Zeichen. Trotz einiger Unkonzentriertheiten, die es im Meisterschaftsverlauf noch auszumerzen gilt, erkämpfte sich Laritz mit einem 8:18 den zweiten Kriessner Sieg.

Vom Flughafen auf die Matte
Nach der Pause gabs die erste von zwei vorzeitigen Entscheidungen an diesem Abend. Fabio Dietsche hatte bis 86kg Greco gegen Lucas Epp keine Mühe, sein ganzes Technikrepertoire anzubringen und so endete der Kampf mit einen klaren 0:17 für Dietsche.
Auch Gabor Molnar gab sich bis 70kg Greco gegen Renato Kempf keine Blösse. Zwar fehlten ihm am Ende nach einem engagierten Auftritt beim 0:12 drei Punkte zum Überlegenheitssieg, doch dies vermochte den positiven Eindruck nicht zu schmälern.
Äusserst knapp dann die Entscheidung bis 80kg Freistil zwischen Tanguy Darbellay und Tobias Betschart. Die beiden Freistil-Cracks zeigten sich zwar aktiv, konnten sich aber auf ihre starke Defensive verlassen. So sahen die Zuschauer zwar einen lebhaften, aber punktearmen Kampf, in dem sich Betschart am Ende mit 2:3 durchsetzte.
Ähnlich verlief auch die Begegnung zwischen Marc Dietsche und Kim Bess bis 74kg Freistil. Dietsche, direkt aus einem Kadertrainingslager aus Polen angereist und wegen Problemen mit dem Flug unmittelbar vor dem Kampf zur Mannschaft gestossen, konnte eine gewisse Müdigkeit nicht verbergen. Am Ende setzte sich aber die Klasse des Rheintalers trotz widriger Umstände mit 4:6 durch.
Für einen erfolgreichen Abschluss des Abends und seines ersten Auftritts für den Titelhalter sorgte bis 74kg Greco Isa Usupov gegen Mateo Dodos. Der Leihringer vom Team Valais verschenkte zwar unglücklich zwei Punkte, liess dem Schattdorfer beim 2:18 aber trotzdem keine Chance.

Wettkampfprotokoll

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